überfallen
Jemanden plötzlich und unerwartet angreifen, oft mit der Absicht, ihn auszurauben.
Die Bank wurde am helllichten Tag überfallen.

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Jemanden plötzlich und unerwartet angreifen, oft mit der Absicht, ihn auszurauben.
Die Bank wurde am helllichten Tag überfallen.

„Überfallen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „über-“ bleibt immer mit dem Verb verbunden und wird im Hauptsatz nicht ans Ende gestellt. Die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: über-FAL-len.
Gestern überfiel ein maskierter Mann die Tankstelle.
Da „überfallen“ ein untrennbares Verb ist, wird das Partizip II ohne die Vorsilbe „ge-“ gebildet. Die korrekte Form lautet „überfallen“, nicht „übergefallen“.
Er wurde auf dem Heimweg von zwei Männern überfallen.
Sie können die Bedeutungen am Subjekt des Satzes unterscheiden. Wenn eine Person das Subjekt ist, bedeutet es meist „angreifen“ oder „überrumpeln“. Wenn ein Gefühl oder Zustand (z.B. Müdigkeit, Angst) das Subjekt ist, bedeutet es „überkommen“.
Der Täter überfiel sein Opfer von hinten.
Wenn ein Gefühl oder Zustand jemanden „überfällt“, ist dieses Gefühl das Subjekt des Satzes. Die Person, die das Gefühl erlebt, steht im Akkusativ.
Nach der langen Wanderung überfiel uns ein großer Hunger.
„überraschen“ und „überfallen“ haben gemeinsam, dass etwas plötzlich und unerwartet kommt. „überraschen“ ist aber viel neutraler und kann auch positiv sein. „überfallen“ ist stärker und meist negativ: Es kann einen Angriff meinen, aber auch einen sehr plötzlichen Besuch, eine unangenehme Frage oder ein starkes Gefühl, das plötzlich kommt. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide das Unerwartete betonen. Als Orientierung: „überraschen“ passt bei normalen unerwarteten Situationen; „überfallen“ klingt nach Druck, Angriff oder einer sehr starken plötzlichen Wirkung.

Nach der Arbeit überfällt sie plötzlich große Müdigkeit.
Ihr überrascht mich mit euren guten Ideen im Kurs.