anfallen
Jemanden oder ein Tier plötzlich und aggressiv körperlich angreifen.
Der Hund ist ohne Vorwarnung den Postboten angefallen.

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Jemanden oder ein Tier plötzlich und aggressiv körperlich angreifen.
Der Hund ist ohne Vorwarnung den Postboten angefallen.

„Anfallen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen oder im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Der Hund fällt den Briefträger an.
Die Bedeutung erkennen Sie am Subjekt: Greift ein Lebewesen an, geht es um einen Angriff. Ist das Subjekt etwas Abstraktes wie „Kosten“ oder „Arbeit“, bedeutet es „entstehen“. Ist das Subjekt ein Gefühl, bedeutet es „überkommen“.
Der Löwe fällt seine Beute an.
In der Bedeutung „entstehen“ wird „anfallen“ fast immer für unpersönliche Dinge verwendet. Typische Beispiele sind Kosten, Gebühren, Arbeit, Müll oder Daten.
Bitte entsorgen Sie den Müll, der bei der Feier angefallen ist.
Wenn ein Gefühl jemanden überkommt, ist das Gefühl das Subjekt und die Person das Akkusativobjekt. Die Satzstruktur lautet also: [Gefühl] fällt [Person] an.
Mitten im Gespräch fiel sie eine plötzliche Angst an.
„entstehen“ und „anfallen“ können beide bedeuten, dass etwas als Folge einer Situation dazukommt. „entstehen“ ist allgemeiner: Es passt zu Problemen, Ideen, Schäden, Kosten oder neuen Dingen. „anfallen“ benutzt man vor allem bei Kosten, Arbeit oder Abfall, also bei Dingen, die man danach bezahlen, erledigen oder wegbringen muss. Die Wörter können verwechselt werden, weil man zum Beispiel sowohl sagen kann, dass Kosten entstehen, als auch, dass Kosten anfallen. „anfallen“ klingt dabei praktischer und betont die Belastung oder Aufgabe.

Bei der Renovierung fallen zusätzliche Kosten an.
Bei der Planung entsteht eine gute Idee für das neue Projekt.