unterdrücken
Menschen oder Gruppen mit Gewalt oder Macht daran hindern, frei zu sein und ihre Rechte auszuüben.
Das Regime versuchte, jede Form von Opposition zu unterdrücken.

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Menschen oder Gruppen mit Gewalt oder Macht daran hindern, frei zu sein und ihre Rechte auszuüben.
Das Regime versuchte, jede Form von Opposition zu unterdrücken.

„Unterdrücken“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „unter-“ bleibt in allen Zeitformen und Satzkonstruktionen fest mit dem Verb „drücken“ verbunden.
Er unterdrückt seine wahren Gefühle.
Das Wort besteht aus „unter-“ und „drücken“. Die Bedeutung ist hier metaphorisch: Man „drückt“ etwas nach unten, damit es nicht sichtbar wird oder sich nicht frei entfalten kann.
Es ist nicht gesund, seine Wut immer zu unterdrücken.
„Unterdrücken“ ist ein transitives Verb und benötigt immer ein Akkusativobjekt. Man unterdrückt immer „jemanden“ oder „etwas“.
Der Diktator unterdrückte sein Volk.
Im politischen Kontext wird „unterdrücken“ oft mit Gruppen oder Bewegungen verwendet. Typische Kombinationen sind: ein Volk unterdrücken, eine Minderheit unterdrücken oder eine Revolution unterdrücken.
Die Besatzer unterdrückten die lokale Bevölkerung.
Wenn es um Gefühle oder Impulse geht, wird das Verb häufig verwendet. Typische Ausdrücke sind: Gefühle unterdrücken, Tränen unterdrücken, Wut unterdrücken oder ein Gähnen unterdrücken.
Während der Rede musste sie ihre Tränen unterdrücken.
Diese Bedeutung erkennt man am Objekt des Satzes. Wenn es um Informationen geht, sind typische Objekte „die Wahrheit“, „Beweise“, „Fakten“ oder „ein Gerücht“.
Die Firma versuchte, die Wahrheit über den Unfall zu unterdrücken.
„verhindern“ und „unterdrücken“ können beide bedeuten, dass etwas nicht passiert oder nicht sichtbar wird. „verhindern“ ist allgemeiner: Man verhindert einen Unfall, einen Plan oder eine Handlung. „unterdrücken“ passt eher, wenn etwas schon da ist, aber nicht nach außen kommen darf, zum Beispiel Gefühle, Informationen oder eine körperliche Reaktion. Bei Menschen oder Gruppen bedeutet „unterdrücken“ außerdem, sie mit Macht unfrei zu machen. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide ein Stoppen ausdrücken. „verhindern“ betont das Nicht-Geschehen; „unterdrücken“ betont das Zurückhalten oder Kontrollieren.

Im Gespräch unterdrückt er seine Wut und bleibt ruhig.
Die Ärztin verhindert mit der schnellen Behandlung eine schlimmere Entzündung.