
verschweigen
Eine Information oder Tatsache absichtlich nicht mitteilen, obwohl sie relevant wäre.
Er hat uns verschwiegen, dass er bereits eine Vorstrafe hatte.
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Eine Information oder Tatsache absichtlich nicht mitteilen, obwohl sie relevant wäre.
Er hat uns verschwiegen, dass er bereits eine Vorstrafe hatte.
„Verschweigen“ ist ein untrennbares Verb, das aus „schweigen“ (still sein) und der Vorsilbe „ver-“ besteht. Die Vorsilbe deutet hier auf eine Handlung mit negativer Absicht hin, nämlich das absichtliche Verbergen von Informationen.
Warum hast du mir das so lange verschwiegen?
Dieses Verb braucht oft zwei Objekte: Die Person, der etwas verschwiegen wird, steht im Dativ. Die Information, die verschwiegen wird, steht im Akkusativ. Die Struktur ist: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) verschweigen.
Der Zeuge hat dem Gericht wichtige Details verschwiegen.
Statt eines Akkusativobjekts kann die verschwiegene Information auch in einem Nebensatz mit „dass“ stehen. Dieser Nebensatz übernimmt dann die Rolle des Objekts.
Sie hat ihm verschwiegen, dass sie den Job gekündigt hat.
„Verschweigen“ wird oft mit abstrakten Nomen kombiniert, die Informationen darstellen. Typische Beispiele sind „die Wahrheit verschweigen“, „Details verschweigen“, „ein Geheimnis verschweigen“ oder „die wahren Gründe verschweigen“.
Er hat uns die wahren Gründe für seine Entscheidung verschwiegen.
Wenn jemand eine wichtige Information absichtlich nicht mitteilt, sind schweigen und verschweigen beide möglich. Bei schweigen steht das bewusste Nichtsprechen über ein Thema im Vordergrund; verschweigen nimmt die nicht mitgeteilte Information direkt als Gegenstand. Verwende schweigen mit „über“, verschweigen mit der Information als Objekt.

Sie verschweigt im Gespräch den Streit mit ihrem Bruder.
Sie schwieg im Gespräch über den Streit mit ihrem Bruder.