
verpassen
Nicht rechtzeitig an einem Ort sein, um ein Verkehrsmittel, eine Veranstaltung oder eine Gelegenheit wahrzunehmen.
Wenn wir jetzt nicht losgehen, verpassen wir den Zug.
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Nicht rechtzeitig an einem Ort sein, um ein Verkehrsmittel, eine Veranstaltung oder eine Gelegenheit wahrzunehmen.
Wenn wir jetzt nicht losgehen, verpassen wir den Zug.

Umgangssprachlich für jemandem etwas (meist Negatives wie einen Schlag oder eine unangenehme Aufgabe) geben oder zufügen.
Der Trainer hat der Mannschaft nach der Niederlage eine zusätzliche Trainingseinheit verpasst.

Umgangssprachlich für etwas ein bestimmtes Aussehen oder eine Eigenschaft geben.
Wir haben unserer alten Küche einen modernen Anstrich verpasst.
„Verpassen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „ver-“ bleibt immer mit dem Verb verbunden und deutet oft an, dass etwas nicht erreicht, versäumt oder falsch gemacht wird.
Ich habe die letzte Folge meiner Lieblingsserie verpasst.
Die Bedeutung von „verpassen“ hängt stark vom Objekt ab. Handelt es sich um ein Verkehrsmittel oder eine Veranstaltung, bedeutet es „nicht erreichen“. In Kombination mit einer Person (Dativ) und einer Sache (Akkusativ) hat es oft eine umgangssprachliche Bedeutung.
Sie hat den Bus nur um eine Minute verpasst.
In der Hauptbedeutung wird „verpassen“ oft mit Verkehrsmitteln, Terminen oder Gelegenheiten kombiniert. Typische Wendungen sind „den Bus/Zug/Flug verpassen“, „eine Chance verpassen“ oder „den Anschluss verpassen“.
So eine gute Gelegenheit solltest du nicht verpassen!
In der umgangssprachlichen Bedeutung „jemandem etwas zufügen“ braucht das Verb eine Person im Dativ und eine Sache im Akkusativ. Die Struktur lautet: jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) verpassen.
Er hat seinem Gegner einen Denkzettel verpasst.
Die Bedeutung „ein neues Aussehen geben“ ist umgangssprachlich. Man verwendet sie oft, um eine Veränderung oder Verbesserung zu beschreiben. Typisch ist die Wendung „etwas/jemandem einen neuen Anstrich verpassen“.
Wir sollten dem Wohnzimmer mal einen neuen Anstrich verpassen.
Verpassen und vergeben können beide bei einer nicht genutzten Gelegenheit stehen. Verpassen betont oft, dass man einen günstigen Zeitpunkt nicht erreicht oder zu spät kommt, während vergeben stärker das ungenutzte Lassen einer konkreten Chance hervorhebt. Bei Verspätung passt verpassen, bei bewusstem oder nachlässigem Nichtnutzen auch vergeben.

Weil ich fünf Minuten zu spät kam, verpasste ich die Gelegenheit zur Anmeldung.
Obwohl ich alle Unterlagen hatte, vergab ich die Chance auf den Kurs.