vorläufig
Etwas, das nur für eine begrenzte Zeit gilt und nicht endgültig ist; temporär oder provisorisch.
Sie erhielt eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate.

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Etwas, das nur für eine begrenzte Zeit gilt und nicht endgültig ist; temporär oder provisorisch.
Sie erhielt eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate.

Das Wort leitet sich von „vor“ und „laufen“ ab. Es beschreibt also etwas, das dem Endgültigen „vorausläuft“. Diese Vorstellung hilft zu verstehen, dass es sich um einen temporären, noch nicht finalen Zustand handelt.
Das ist nur ein vorläufiger Entwurf, wir können noch alles ändern.
„Vorläufig“ kann als Adjektiv vor einem Nomen stehen oder als Adverb verwendet werden. Als Adverb bedeutet es „für den Moment“ oder „für die nächste Zeit“ und steht oft am Satzanfang, was die Wortstellung im Satz ändert (Inversion).
Das ist eine vorläufige Lösung des Problems.
Das Wort ist sehr häufig in der Amts- und Verwaltungssprache. Typische Kombinationen sind „vorläufiges Ergebnis“, „vorläufiger Personalausweis“, „vorläufige Festnahme“ oder „vorläufiger Plan“.
Nach der Wahl gab es am Abend nur ein vorläufiges Ergebnis.
„zunächst“ und „vorläufig“ können beide zeigen, dass etwas nicht endgültig ist. Die Wörter sind aber grammatisch und im Gebrauch unterschiedlich. „zunächst“ ist ein Adverb und beschreibt, wie lange oder in welcher Phase etwas gilt: erst einmal. „vorläufig“ ist meistens ein Adjektiv und beschreibt eine Sache, zum Beispiel eine Lösung, Entscheidung oder Zusage. Lernende können sie verwechseln, weil beide eine spätere Änderung möglich machen. Praktisch hilft: „zunächst“ passt zu einer Handlung oder Situation, „vorläufig“ passt oft direkt zu einem Nomen.

In der Werkstatt bekommt der Kunde einen vorläufigen Preis genannt.
Sie lernt zunächst allein, bevor sie sich im Sommer für einen Kurs anmeldet.