Eine Regel, ein Gesetz oder eine Anweisung erlassen, die befolgt werden muss. Es bedeutet, verbindlich festzulegen, was jemand tun soll oder wie etwas zu sein hat.
beispiel
Das Gesetz schreibt vor, dass man beim Autofahren angeschnallt sein muss.
Tipps
Trennbares Verb
„Vorschreiben“ ist ein trennbares Verb mit der Vorsilbe „vor-“. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Die Hausordnung schreibt klare Regeln für alle Mieter vor.
Satzbau mit Dativ
Wenn man ausdrückt, wem etwas vorgeschrieben wird, steht diese Person oder Gruppe im Dativ. Die Regel oder Anweisung selbst steht oft in einem Nebensatz mit „dass“ oder als Akkusativobjekt.
BEISPIEL
Der Arzt schrieb dem Patienten strenge Bettruhe vor.
Kontext: Gesetze und Regeln
Diese Bedeutung wird hauptsächlich in formellen oder offiziellen Kontexten verwendet. Typische Signalwörter sind „Gesetz“, „Regel“, „Vorschrift“ oder „Behörde“.
BEISPIEL
Die Bauvorschriften schreiben genau vor, wie hoch das Gebäude sein darf.
Kontexthinweis
Diese Bedeutung ist heute sehr selten und findet sich fast nur noch in Beschreibungen des Schulunterrichts früherer Zeiten. Sie erkennen sie am Kontext von Schule, Lehrern und dem Abschreiben von Texten.
BEISPIEL
Früher mussten die Kinder die Buchstaben nachschreiben, die der Lehrer ihnen vorgeschrieben hatte.
Vergleichen mit
antonym
vorschreiben vs erlauben
„erlauben“ und „vorschreiben“ stehen in einem klaren Gegensatz, wenn es um Regeln geht. Wenn jemand etwas erlaubt, darf man es tun, aber man muss es nicht unbedingt tun. Wenn jemand etwas vorschreibt, muss man es tun oder eine bestimmte Regel einhalten. „erlauben“ gibt also Freiheit, „vorschreiben“ setzt eine Pflicht. Dieser Unterschied ist besonders wichtig bei Regeln in der Schule, bei der Arbeit, im Verkehr oder in Verträgen.
vorschreiben
Im Kurs schreibt der Trainer feste Schuhe vor.
erlauben
Beim Termin erlaubt die Ärztin mir, meine Schwester mitzunehmen.