das Werk
Eine große industrielle Anlage, in der Produkte hergestellt oder verarbeitet werden; eine Fabrik.
Mein Vater hat 30 Jahre lang im selben Werk gearbeitet.

Werk
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Eine große industrielle Anlage, in der Produkte hergestellt oder verarbeitet werden; eine Fabrik.
Mein Vater hat 30 Jahre lang im selben Werk gearbeitet.

Das Nomen „das Werk“ ist mit dem Verb „wirken“ (arbeiten, einen Effekt haben) verwandt. Diese Verbindung zur Idee des Schaffens und Arbeitens findet sich in allen Bedeutungen wieder.
Dieses Medikament wirkt sehr schnell.
„Das Werk“ hat zwei sehr unterschiedliche Hauptbedeutungen: eine Fabrik oder ein künstlerisches Produkt. Der Kontext (Industrie vs. Kultur) macht immer deutlich, was gemeint ist.
Das Auto wird in einem großen Werk in Bayern gebaut.
In der Bedeutung „Fabrik“ wird „Werk“ oft mit Verben wie „arbeiten“, „schließen“, „eröffnen“ oder „besichtigen“ verwendet. Häufig steht es auch mit dem Namen des Unternehmens.
Er arbeitet seit 20 Jahren im BMW-Werk in München.
Wenn es um ein künstlerisches Produkt geht, sind typische Verben „schaffen“, „veröffentlichen“, „interpretieren“ oder „analysieren“. Oft wird es mit Adjektiven wie „berühmt“, „spät“ oder „unvollendet“ kombiniert.
Der Autor hat gerade sein neustes Werk veröffentlicht.
Die Redewendung „sich ans Werk machen“ bedeutet, mit einer Arbeit zu beginnen. Es ist eine reflexive Konstruktion, die immer mit der Präposition „an“ und dem Akkusativ steht (ans = an das).
Wir haben genug geplant, lasst uns endlich ans Werk machen!
Die Wendung „am Werk sein“ beschreibt, dass jemand (oft ungesehen) aktiv ist. Sie hat häufig eine negative oder geheimnisvolle Konnotation, als ob etwas Verdächtiges geschieht.
Die Polizei ist sicher, dass hier Einbrecher am Werk waren.
„die Arbeit“ und „das Werk“ können beide ein Ergebnis von Mühe oder schöpferischer Tätigkeit meinen. „die Arbeit“ ist dabei allgemeiner und kann eine Aufgabe, ein Projekt oder auch einen Text für Schule oder Studium bezeichnen. „das Werk“ benutzt man eher für ein fertiges künstlerisches oder literarisches Ergebnis, zum Beispiel ein Buch, ein Bild oder Musik. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beides etwas Geschaffenes sein kann. Für normale Aufgaben sagt man fast immer „Arbeit“; für Kunst, Literatur oder das Gesamtwerk einer Person passt „Werk“ besser.

Im Museum sehen wir ein bekanntes Werk von Paul Klee.
Am Wochenende schreibe ich an meiner Arbeit für die Schule weiter.