die Ruhe
Der Zustand, in dem es keine störenden Geräusche oder Lärm gibt; Stille.
Ich gehe in den Wald, weil ich die Ruhe der Natur liebe.

Ruhe
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Der Zustand, in dem es keine störenden Geräusche oder Lärm gibt; Stille.
Ich gehe in den Wald, weil ich die Ruhe der Natur liebe.

Das Nomen „die Ruhe“ gehört zu einer Wortfamilie mit dem Adjektiv „ruhig“ und dem Verb „ruhen“. Alle Wörter beziehen sich auf einen Zustand ohne Bewegung, Lärm oder Hektik.
Hier ist es angenehm ruhig.
Der Kontext macht klar, ob die äußere Stille (kein Lärm) oder die innere Gelassenheit (kein Stress) gemeint ist. Wörter wie „Natur“ oder „Nacht“ deuten auf Stille hin, während „Stress“ oder „Meditation“ auf Gelassenheit verweisen.
Ich brauche absolute Ruhe, um mich zu konzentrieren.
Die feste Wendung „jemanden in Ruhe lassen“ bedeutet, eine Person nicht zu stören. Die Person, die nicht gestört werden soll, steht immer im Akkusativ.
Kannst du bitte meinen kleinen Bruder in Ruhe lassen?
Die Wendung „die Ruhe bewahren“ ist eine feste Kollokation und bedeutet, in einer schwierigen Situation ruhig und kontrolliert zu bleiben. „Ruhe“ steht hier immer mit dem bestimmten Artikel „die“.
Versuchen Sie, in jeder Situation die Ruhe zu bewahren.
Im Zusammenhang mit innerer Gelassenheit wird „Ruhe“ oft mit Verben wie „finden“, „verlieren“ oder „ausstrahlen“ kombiniert. Auch das Adjektiv „innere“ ist eine typische Verbindung.
Durch Yoga hat er seine innere Ruhe gefunden.
Wenn es um Stille geht, wird „Ruhe“ oft mit Adjektiven wie „himmlisch“, „absolut“ oder „tief“ verstärkt. Das Gegenteil ist, wenn jemand „die Ruhe stört“.
Am Sonntagmorgen herrscht hier eine himmlische Ruhe.
„die Ruhe“ und „der Frieden“ können beide einen Zustand ohne Störung meinen. „die Ruhe“ benutzt man oft, wenn es leise ist oder wenn jemand innerlich entspannt bleibt. Sie passt auch in Ausdrücken wie „in Ruhe lassen“ oder „Ruhe bewahren“. „der Frieden“ ist weiter und stärker: Er kann bedeuten, dass es keinen Krieg gibt, oder dass Menschen ohne Streit zusammenleben. Er kann auch innere Harmonie meinen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide angenehm und ohne Stress klingen. Praktisch gilt: Bei Lärm, Pause oder persönlicher Entspannung passt meist „Ruhe“. Bei Krieg, Streit oder gutem Zusammenleben passt „Frieden“ besser.

Nach dem langen Tag genießt Sofia die Ruhe in ihrer Wohnung.
Nach dem Streit wollen die Nachbarn endlich wieder in Frieden zusammenleben.