Von jemandem etwas erwarten oder verlangen, das für diese Person schwierig, unangenehm oder eine große Anstrengung ist. Oft wird damit ausgedrückt, dass die Erwartung unzumutbar ist.
beispiel
Man kann einem Anfänger nicht zumuten, diese schwere Aufgabe allein zu lösen.
Tipps
Dativ- und Akkusativobjekt
Dieses Verb erfordert immer eine Person im Dativ und eine Sache im Akkusativ. Die Struktur lautet: Subjekt + zumuten + Dativobjekt (wem?) + Akkusativobjekt (was?).
BEISPIEL
Ich kann dir diese lange Reise wirklich nicht zumuten.
Trennbares Verb
„Zumuten“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „zu“ am Ende. In Nebensätzen und Infinitivkonstruktionen bleibt das Verb zusammen.
BEISPIEL
Er mutet seinen Mitarbeitern sehr viel Arbeit zu.
Negative Konnotation
Das Verb wird sehr oft in negativen Sätzen oder in Fragen verwendet, um auszudrücken, dass eine Anforderung unzumutbar oder übertrieben ist. Die positive Verwendung ist selten.
BEISPIEL
Das kann man einem Kind unmöglich zumuten!
Reflexive Verwendung
Wenn man sich selbst herausfordert, verwendet man die reflexive Form „sich etwas zumuten“. Das Reflexivpronomen steht dabei im Dativ.
BEISPIEL
Du solltest dir nach der Krankheit nicht zu viel zumuten.
Vergleichen mit
near_synonym · confusable
zumuten vs erwarten
„erwarten“ und „zumuten“ können beide bedeuten, dass man von jemandem etwas verlangt oder hofft. „erwarten“ ist neutraler: Man sagt, welches Verhalten, welche Leistung oder Hilfe man von einer Person möchte. „zumuten“ betont dagegen, dass diese Forderung schwer, unangenehm oder vielleicht zu viel ist. Man benutzt es oft, wenn man findet, dass jemand überfordert wird. Verwechseln kann man die Wörter, weil beide mit Forderungen zu tun haben. Wichtig ist: „zumuten“ enthält fast immer die Idee von Belastung.
zumuten
Ich kann meiner Kollegin nicht zumuten, heute noch drei Stunden länger zu bleiben.
erwarten
Im neuen Job erwartet die Chefin, dass alle pünktlich zu den Besprechungen kommen.