belasten
Jemanden psychisch oder emotional unter Druck setzen oder ihm Sorgen bereiten.
Die ständige Ungewissheit über seine Zukunft belastet ihn sehr.

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Jemanden psychisch oder emotional unter Druck setzen oder ihm Sorgen bereiten.
Die ständige Ungewissheit über seine Zukunft belastet ihn sehr.

„Belasten“ ist ein untrennbares Verb, das von „die Last“ (the burden/load) abgeleitet ist. Die Vorsilbe „be-“ macht daraus ein Verb, das „eine Last auf etwas oder jemanden legen“ bedeutet.
Diese schwere Kiste belastet den Tisch zu sehr.
Das Verb „belasten“ benötigt immer ein Akkusativobjekt (wen oder was belasten?). Die Ursache oder das Mittel der Belastung wird oft mit der Präposition „mit“ eingeleitet.
Der Skandal hat den Ruf des Politikers stark belastet.
Die Bedeutung von „belasten“ hängt stark vom Kontext ab. Es kann eine konkrete Last sein (Gewicht, Geld, Schadstoffe) oder eine abstrakte (Sorgen, Schuld, Stress). Achte auf die Nomen im Satz, um die Bedeutung zu erkennen.
Die Sorgen um seinen Job belasten ihn sehr. (abstrakt)
Im psychologischen Kontext wird „belasten“ oft mit Personen oder Beziehungen als Objekt verwendet. Typische Formulierungen sind „jemanden seelisch belasten“, „eine Freundschaft belasten“ oder „eine Situation belastet jemanden“.
Der Streit hat ihre Freundschaft schwer belastet.
Im Finanzkontext ist das Objekt fast immer „das Konto“ oder „die Kreditkarte“. Es bedeutet, dass Geld abgebucht wird.
Nach dem Einkauf wurde meine Kreditkarte mit 200 Euro belastet.
Im juristischen Kontext bedeutet „belasten“, jemanden durch eine Aussage oder Beweise zu beschuldigen. Signalwörter sind „Zeuge“, „Angeklagter“, „Aussage“ oder „Beweise“.
Die neuen Beweise belasten den Verdächtigen schwer.
Im Umweltkontext bedeutet „belasten“, etwas mit Schadstoffen zu verunreinigen. Typische Objekte sind „die Umwelt“, „die Luft“, „das Wasser“ oder „der Boden“.
Pestizide belasten das Grundwasser und die Böden.
„jemandem zu schaffen machen“ und „belasten“ können beide ausdrücken, dass etwas für eine Person schwer ist und Sorgen oder Druck macht. „belasten“ sagt direkter, dass jemand psychisch oder emotional unter Druck steht. „zu schaffen machen“ klingt oft etwas alltagssprachlicher und beschreibt, dass eine Sache jemanden stark beschäftigt oder ihm Probleme macht. Man sagt zum Beispiel: „Der Stress belastet mich“ oder „Der Stress macht mir zu schaffen“. Beide passen bei Sorgen, Krankheit, Arbeit oder privaten Problemen.

Vor der Prüfung belastet mich der Streit mit meiner Freundin besonders.
Die ständigen Reparaturen in der Wohnung machen der Familie sehr zu schaffen.