bezeugen
Als Zeuge bestätigen, dass man etwas gesehen oder gehört hat. Dies geschieht oft in einem formellen oder rechtlichen Kontext.
Mehrere Passanten konnten den Unfallhergang bezeugen.

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Als Zeuge bestätigen, dass man etwas gesehen oder gehört hat. Dies geschieht oft in einem formellen oder rechtlichen Kontext.
Mehrere Passanten konnten den Unfallhergang bezeugen.

„Bezeugen“ ist ein untrennbares Verb mit der Vorsilbe „be-“. Es ist eng mit dem Nomen „der Zeuge“ (witness) verwandt. Die Vorsilbe „be-“ macht das Verb transitiv, man bezeugt also immer etwas.
Können Sie bezeugen, dass der Mann bei Rot über die Ampel gegangen ist?
Das Verb „bezeugen“ benötigt immer ein Akkusativobjekt. Die Struktur ist also: Subjekt + bezeugt + Akkusativobjekt.
Der Nachbar bezeugte den lauten Streit.
Das Objekt des Verbs zeigt die Bedeutung an. Handelt es sich um ein konkretes Ereignis (Unfall, Verbrechen), ist die juristische Bedeutung gemeint. Handelt es sich um ein abstraktes Gefühl (Beileid, Respekt), geht es um das Zeigen einer Haltung.
Sie hat den Diebstahl vor der Polizei bezeugt.
In der Bedeutung „als Zeuge aussagen“ gehört „bezeugen“ zur formellen Sprache und wird besonders häufig in rechtlichen oder offiziellen Kontexten verwendet.
Die Unterschrift auf dem Dokument wurde notariell bezeugt.
Um Gefühle auszudrücken, wird „bezeugen“ oft mit abstrakten Nomen kombiniert. Häufige Wendungen sind „sein Beileid bezeugen“, „seinen Respekt bezeugen“ oder „seine Anteilnahme bezeugen“.
Viele Menschen kamen zur Trauerfeier, um der Familie ihr Beileid zu bezeugen.
„zeigen“ und „bezeugen“ können beide ausdrücken, dass etwas deutlich wird oder bestätigt wird. „zeigen“ ist das normale, allgemeine Wort: Gefühle, Zahlen oder Verhalten können etwas zeigen. „bezeugen“ klingt formeller. Es passt besonders, wenn jemand als Zeuge bestätigt, dass etwas passiert ist. Außerdem kann man mit „bezeugen“ Gefühle oder Respekt ausdrücken, aber das klingt gehobener als „zeigen“. Im Alltag ist „zeigen“ meistens natürlicher; bei offiziellen Aussagen oder feierlichen Formulierungen passt „bezeugen“ besser.

Die Nachbarin konnte bezeugen, dass sie den Unfall gesehen hatte.
Seine ruhige Stimme zeigt, dass er keine Angst hat.