
dulden
Etwas Unangenehmes, Verbotenes oder Unerwünschtes hinnehmen oder ertragen, ohne aktiv dagegen vorzugehen. Es impliziert eine passive, oft widerwillige Akzeptanz.
Ich dulde keine Widerrede in dieser Angelegenheit.
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Etwas Unangenehmes, Verbotenes oder Unerwünschtes hinnehmen oder ertragen, ohne aktiv dagegen vorzugehen. Es impliziert eine passive, oft widerwillige Akzeptanz.
Ich dulde keine Widerrede in dieser Angelegenheit.

Einer Person den Aufenthalt an einem Ort oder in einem Land vorübergehend gestatten, obwohl sie kein formelles Bleiberecht hat. Dies geschieht oft aus rechtlichen oder humanitären Gründen, die eine Abschiebung verhindern.
Der abgelehnte Asylbewerber wird aus gesundheitlichen Gründen vorerst in Deutschland geduldet.
Das Verb „dulden“ ist mit dem Nomen „die Geduld“ verwandt. Beide Wörter haben die Grundidee des Ertragens oder Aushaltens.
Man braucht viel Geduld, um eine solche Situation zu dulden.
„Dulden“ wird immer mit einem Akkusativobjekt verwendet. Man fragt: Wen oder was dulde ich (nicht)?
Der Chef duldet keine Verspätungen in seinem Team.
In der Bedeutung „hinnehmen“ hat „dulden“ oft einen strengen oder autoritären Klang. Es wird häufig von Personen in Machtpositionen verwendet, oft in negativen Sätzen.
Die Lehrerin sagte streng: ‚Ich dulde kein Kaugummi im Unterricht!‘
Die Bedeutung „den Aufenthalt gestatten“ ist Fachsprache aus dem Verwaltungs- und Asylrecht. Man erkennt sie an Wörtern wie „Asylbewerber“, „Abschiebung“ oder „Behörden“.
Da eine Abschiebung derzeit nicht möglich ist, wird die Familie vorerst geduldet.
Im rechtlichen Kontext wird „dulden“ sehr oft im Passiv verwendet, um den Zustand der Person zu beschreiben. Das Subjekt ist dann die Person, deren Aufenthalt gestattet wird.
Er ist seit zwei Jahren in Deutschland nur geduldet.
Bei unerwünschtem Verhalten können beide Wörter bedeuten, dass man es nicht verhindert. „Dulden“ beschreibt jedoch nur das passive, oft widerwillige Nicht-Einschreiten, während „akzeptieren“ auch Anerkennung oder Zugehörigkeit ausdrücken kann. Wähle „dulden“ bei bloßer Erlaubnis und „akzeptieren“ bei innerer Annahme.

Der Verein duldet laute Gespräche im Flur, obwohl sie niemand mag.
Der Verein akzeptiert neue Mitglieder auch dann, wenn sie anders denken.