
durchmachen
Eine schwierige, anstrengende oder unangenehme Phase oder Situation erleben und überstehen.
Nach ihrer Krankheit hat sie eine schwere Zeit durchgemacht.
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Eine schwierige, anstrengende oder unangenehme Phase oder Situation erleben und überstehen.
Nach ihrer Krankheit hat sie eine schwere Zeit durchgemacht.

Die ganze Nacht wach bleiben und nicht schlafen gehen.
Wir haben die ganze Nacht durchgemacht, um für die Prüfung zu lernen.

Eine Krankheit von Anfang bis Ende durchleben, meist eine typische Kinderkrankheit.
Fast jedes Kind in der Gruppe hat schon die Windpocken durchgemacht.

Einen formalen Prozess oder eine Entwicklung durchlaufen.
Der Gesetzesentwurf hat mehrere Änderungen durchgemacht, bevor er verabschiedet wurde.
„Durchmachen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „durch-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Er macht gerade eine schwere Phase durch.
Die Vorsilbe „durch-“ betont, dass man einen Prozess oder eine Zeitspanne von Anfang bis Ende erlebt. Dies gilt für alle Bedeutungen: eine schwere Zeit, eine ganze Nacht oder eine Krankheit.
Wir haben die Nacht durchgemacht und den Sonnenaufgang gesehen.
In dieser Bedeutung wird „durchmachen“ oft mit negativen oder schwierigen Lebensphasen kombiniert. Typische Objekte sind „eine schwere Zeit“, „eine Krise“ oder „eine Trennung“.
Meine Freundin hat letztes Jahr eine schlimme Trennung durchgemacht.
Diese Bedeutung erkennt man oft daran, dass eine Zeitangabe wie „die Nacht“ als Objekt verwendet wird. Manchmal steht das Verb auch ohne Objekt, wenn aus dem Kontext klar ist, dass es ums Wachbleiben geht.
Vor der wichtigen Präsentation habe ich die ganze Nacht durchgemacht.
Diese Bedeutung wird fast ausschließlich für typische (Kinder-)Krankheiten verwendet, die man einmal im Leben hat. Häufige Beispiele sind „die Windpocken“, „die Masern“ oder „Mumps“.
Als Kind habe ich die Masern durchgemacht und war zwei Wochen im Bett.
Erfahren und durchmachen können beide eine persönlich erlebte Krise beschreiben. Erfahren richtet den Blick allgemein auf das Erleben und die damit verbundenen Gefühle oder Zustände. Durchmachen betont stärker den schwierigen Verlauf, den die Person erlebt und übersteht.

Sie machte die schwere Krise über viele Monate hinweg durch.
Während der schweren Krise erfuhr sie große Unsicherheit und Angst.