
nachsehen
Etwas überprüfen, indem man an einem bestimmten Ort (z.B. in einem Buch, im Internet) nach Informationen sucht.
Ich muss die genaue Adresse im Internet nachsehen.
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Etwas überprüfen, indem man an einem bestimmten Ort (z.B. in einem Buch, im Internet) nach Informationen sucht.
Ich muss die genaue Adresse im Internet nachsehen.

Hingehen, um zu kontrollieren, ob alles in Ordnung ist.
Kannst du bitte mal nach den Kindern sehen, es ist so still im Zimmer.

Jemandem einen Fehler oder ein Fehlverhalten verzeihen und nicht übelnehmen.
Sieh es mir bitte nach, dass ich deinen Geburtstag vergessen habe.

Jemandem oder etwas mit dem Blick folgen, während er oder es sich entfernt.
Sie stand am Fenster und sah dem Zug nach, bis er am Horizont verschwand.
„Nachsehen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „nach-“ steht im Hauptsatz am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Ich sehe schnell die Öffnungszeiten nach.
Der Kasus des Objekts hilft, die Bedeutung zu erkennen. „Etwas (Akkusativ) nachsehen“ bedeutet, Informationen zu prüfen. „Jemandem (Dativ) nachsehen“ bedeutet, einer Person beim Weggehen nachzuschauen. „Jemandem (Dativ) etwas (Akkusativ) nachsehen“ bedeutet, einen Fehler zu verzeihen.
Kannst du die Telefonnummer nachsehen? (Information)
Wenn es um das Prüfen von Informationen geht, wird oft der Ort genannt, an dem man sucht. Typische Formulierungen sind „im Wörterbuch nachsehen“, „im Internet nachsehen“ oder „in den Unterlagen nachsehen“.
Wenn du das Wort nicht kennst, sieh doch im Wörterbuch nach.
In der Bedeutung „kontrollieren, ob alles gut ist“ wird oft die Präposition „nach“ + Dativ verwendet. Eine andere häufige Konstruktion ist ein Nebensatz mit „ob“.
Der Vater geht nachts oft nach seinem kranken Sohn sehen.
In der Bedeutung „verzeihen“ braucht das Verb immer eine Person im Dativ. Das ist die Person, der man den Fehler verzeiht. Der Fehler selbst steht im Akkusativ.
Bitte sieh es mir nach, ich habe es nicht mit Absicht getan.
Beide Wörter können ausdrücken, dass man jemandem einen Fehler nicht mehr übelnimmt. „Vergeben“ klingt nach umfassender Verzeihung, während „jemandem etwas nachsehen“ oft das tolerante Übergehen eines kleineren Fehlers bezeichnet. Bei einer schweren Verletzung passt eher „vergeben“, bei einem kleinen Missgeschick oft „nachsehen“.

Ich sehe dir den kleinen Fehler bei der Präsentation nach.
Nach seiner ehrlichen Entschuldigung konnte ich ihm den schweren Fehler vergeben.