
schauen
Die Augen auf etwas richten, um es wahrzunehmen; blicken. Es wird oft synonym zu „sehen“ oder „gucken“ verwendet, besonders in Süddeutschland und Österreich.
Schau mal, ein Regenbogen am Himmel!
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Die Augen auf etwas richten, um es wahrzunehmen; blicken. Es wird oft synonym zu „sehen“ oder „gucken“ verwendet, besonders in Süddeutschland und Österreich.
Schau mal, ein Regenbogen am Himmel!

Sich etwas ansehen, das sich bewegt oder über eine gewisse Zeit andauert, wie zum Beispiel einen Film, eine Fernsehsendung oder ein Sportereignis.
Wollen wir heute Abend einen Film schauen?

Sicherstellen oder dafür sorgen, dass etwas Bestimmtes geschieht oder ein bestimmter Zustand eintritt.
Kannst du bitte schauen, dass die Tür abgeschlossen ist?

Eine umgangssprachliche Wendung, um auszudrücken, dass man abwarten will, wie sich etwas entwickelt, oder dass man noch unentschlossen ist.
„Kommst du morgen zur Party?“ – „Mal schauen, ich weiß es noch nicht genau.“

Einen bestimmten Gesichtsausdruck haben.
Warum schaust du so traurig?
Das Verb „schauen“ wird im gesamten deutschen Sprachraum verstanden, ist aber in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz deutlich gebräuchlicher im Alltag als in Norddeutschland.
Wir schauen oft am Wochenende bei unseren Großeltern vorbei.
„Schauen“ wird oft mit Präpositionen kombiniert, die eine Richtung angeben. Häufige Beispiele sind „auf etwas schauen“ (Akkusativ), „in den Spiegel schauen“ (Akkusativ) oder „aus dem Fenster schauen“ (Dativ).
Er schaute lange auf das alte Foto.
Die Konstruktion „schauen, dass ...“ leitet einen Nebensatz ein. Das Verb des Nebensatzes steht am Ende. Sie drückt aus, dass man sich um etwas kümmern oder etwas sicherstellen soll.
Schau bitte, dass du den Zug nicht verpasst.
„Mal schauen“ ist eine sehr häufige umgangssprachliche Wendung. Sie drückt Unentschlossenheit oder Abwarten aus und kann alleine stehen oder einen Nebensatz einleiten.
„Gehen wir heute Abend ins Kino?“ – „Mal schauen, vielleicht.“
In der Bedeutung „sich etwas ansehen“ wird „schauen“ fast immer mit Medieninhalten kombiniert. Typisch sind „einen Film schauen“, „eine Serie schauen“ oder „Fernsehen schauen“.
Am Sonntag schauen wir immer zusammen die Sportschau.
Um einen Gesichtsausdruck zu beschreiben, wird „schauen“ mit einem Adjektiv oder Adverb kombiniert. Beispiele sind „glücklich schauen“, „skeptisch schauen“ oder „überrascht schauen“.
Als er das Geschenk sah, schaute er ganz überrascht.
Bei Filmen bezeichnen sehen und schauen dieselbe bewusste Tätigkeit. Sehen ist eine neutrale standardsprachliche Wahl. Schauen ist ebenfalls üblich und wird besonders in Süddeutschland und Österreich häufig verwendet; die Wahl ändert hier nicht, was man tut.

In Wien sagt Lea, dass wir heute Abend den neuen Film schauen.
In der Ankündigung steht, dass wir heute Abend den neuen Film sehen.