die Unruhe
Ein Zustand innerer Nervosität, Anspannung oder Rastlosigkeit.
Vor der wichtigen Präsentation spürte sie eine wachsende Unruhe.

Unruhe
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Ein Zustand innerer Nervosität, Anspannung oder Rastlosigkeit.
Vor der wichtigen Präsentation spürte sie eine wachsende Unruhe.

Das Wort setzt sich aus der Vorsilbe „Un-“ und dem Nomen „Ruhe“ zusammen. Die Vorsilbe „Un-“ drückt das Gegenteil aus, „Unruhe“ ist also wörtlich die Abwesenheit von Ruhe.
Die laute Musik störte die Ruhe im Haus.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext: Innere „Unruhe“ (Nervosität) wird oft gefühlt oder gespürt. Politische „Unruhen“ (Aufruhr) sind meist im Plural und brechen aus. Die „Unruhe“ in einer Uhr ist ein technischer Fachbegriff.
Vor dem Examen spürte ich eine große innere Unruhe.
Für den Zustand der Nervosität sind Wendungen wie „innere Unruhe“, „Unruhe stiften“ (absichtlich verursachen) oder „jemanden in Unruhe versetzen“ (jemanden beunruhigen) typisch.
Die Nachricht von seiner Kündigung versetzte das ganze Team in Unruhe.
Im Kontext von Aufruhr spricht man oft von „politischen“ oder „sozialen Unruhen“. Typische Verben sind „ausbrechen“ oder die Formulierung „es kommt zu Unruhen“.
Wegen der hohen Preise kam es zu sozialen Unruhen im Land.
Diese Bedeutung von „Unruhe“ als Bauteil einer Uhr gehört zur Fachsprache der Uhrmacher und ist im allgemeinen Sprachgebrauch sehr selten.
Nur ein Spezialist kann die Unruhe einer so alten Uhr reparieren.
„die Ruhe“ und „die Unruhe“ stehen hier im Gegensatz. „Ruhe“ meint innere Gelassenheit und Entspannung, besonders wenn man nicht nervös oder gestresst ist. „Unruhe“ meint innere Nervosität, Anspannung oder das Gefühl, nicht ruhig bleiben zu können. Verwechseln kann man sie, weil beide über den inneren Zustand einer Person sprechen. Achte auf die Vorsilbe „un-“: Sie macht aus Ruhe das Gegenteil.

Im Krankenhaus spürt sie eine starke Unruhe, weil sie auf die Nachricht wartet.
Vor der Prüfung versucht Max, seine Ruhe zu bewahren.