bestehen
Eine Prüfung, einen Test oder eine Herausforderung erfolgreich absolvieren.
Sie hat die Fahrprüfung beim ersten Versuch bestanden.

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Eine Prüfung, einen Test oder eine Herausforderung erfolgreich absolvieren.
Sie hat die Fahrprüfung beim ersten Versuch bestanden.

„Bestehen“ ist ein untrennbares Verb. Die Vorsilbe „be-“ bleibt in allen Satzformen und Zeiten fest mit dem Stamm „stehen“ verbunden und wird nie am Satzende platziert.
Er besteht die Prüfung sicher.
Die Bedeutung von „bestehen“ ändert sich komplett je nach Präposition. Achte genau darauf, ob das Verb allein oder mit „aus“, „auf“ oder „in“ verwendet wird, um den Sinn zu verstehen.
Ein Fahrrad besteht aus vielen Teilen.
In der Bedeutung „erfolgreich absolvieren“ braucht „bestehen“ immer ein direktes Objekt im Akkusativ. Man besteht immer *etwas*.
Alle Teilnehmer haben den Kurs bestanden.
Wenn etwas zusammengesetzt ist, wird die feste Präposition „aus“ mit dem Dativ verwendet. Die Struktur lautet: Etwas besteht aus etwas.
Das Dessert besteht hauptsächlich aus Früchten und Joghurt.
In der Bedeutung „existieren“ wird „bestehen“ ohne Objekt und ohne Präposition verwendet. Es beschreibt einfach die Existenz eines Zustands oder Problems.
Es besteht kein Zweifel an seiner Ehrlichkeit.
Wenn man auf etwas beharrt, wird die feste Präposition „auf“ mit dem Akkusativ verwendet. Die Struktur lautet: Jemand besteht auf etwas.
Sie bestand auf ihrem Recht, den Vertrag zu sehen.
Um das Wesentliche einer Sache zu beschreiben, nutzt man die feste Präposition „in“ mit dem Dativ. Sehr häufig ist die Konstruktion „besteht darin, ... zu ...“.
Der Sinn des Lebens besteht für ihn in der Familie.
„sein“ und „bestehen“ können beide ausdrücken, dass etwas vorhanden ist oder was etwas im Kern ist. „sein“ ist dabei das normale, sehr allgemeine Verb für Zustand, Identität oder Eigenschaft. „bestehen“ ist genauer und oft formeller: Etwas kann aus Teilen bestehen, lange bestehen oder in einer bestimmten Sache bestehen. Lernende können die Wörter verwechseln, weil man in manchen Sätzen mit „sein“ einfacher etwas Ähnliches sagen kann. Natürlicher ist „sein“ im Alltag für einfache Aussagen. „bestehen“ passt besser, wenn man über Aufbau, Existenz über längere Zeit oder den Hauptpunkt einer Sache spricht.

Das Frühstück der Kinder besteht heute aus Brot, Obst und Milch.
Emil ist in der Pause bei seinen Kollegen.