füllen
Etwas in einen Behälter, einen Raum oder eine Form geben, bis dieser voll ist.
Kannst du bitte die Wasserflaschen für die Wanderung füllen?

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Etwas in einen Behälter, einen Raum oder eine Form geben, bis dieser voll ist.
Kannst du bitte die Wasserflaschen für die Wanderung füllen?

Das Verb „füllen“ ist eng mit dem Adjektiv „voll“ verwandt. Wenn man etwas füllt, sorgt man dafür, dass es voll wird. Diese Verbindung hilft, sich die Bedeutung zu merken.
Er füllte sein Glas, bis es ganz voll war.
Wenn man angeben möchte, womit etwas gefüllt wird, verwendet man die Präposition „mit“ gefolgt vom Dativ. Die Struktur ist: Subjekt füllt Akkusativ-Objekt mit Dativ-Objekt.
Die Kinder füllen den Eimer mit Sand.
Die reflexive Form „sich füllen“ beschreibt, dass ein Ort oder Behälter voll wird. Das Subjekt des Satzes ist dann der Ort oder Behälter selbst, nicht die Person, die ihn füllt.
Langsam füllte sich der Platz mit Menschen.
Neben Behältern wie Gläsern oder Flaschen wird „füllen“ auch oft in der Wendung „ein Formular füllen“ verwendet. Gemeint ist hier das Eintragen von Informationen.
Bitte füllen Sie dieses Formular vollständig aus.
In einer übertragenen Bedeutung kann auch ein Gefühl eine Person „füllen“. Die Struktur ist: Ein Gefühl (Subjekt) füllt eine Person (Akkusativ-Objekt).
Ihre Worte füllten ihn mit Hoffnung.
Die Wendung „eine Lücke füllen“ bedeutet, einen Mangel auszugleichen oder eine fehlende Position zu besetzen. Sie wird oft im beruflichen oder sozialen Kontext verwendet.
Der neue Mitarbeiter soll die Lücke im Marketing-Team füllen.
„erfüllen“ und „füllen“ sind ähnlich, wenn ein Raum, eine Person oder eine Situation ganz von etwas geprägt ist. „füllen“ ist oft konkreter: Man füllt ein Glas, einen Raum oder eine Lücke. Es kann auch heißen, dass Musik, Menschen oder Stimmung einen Ort füllen. „erfüllen“ klingt bei Gefühlen, Geräuschen oder Atmosphäre stärker und etwas bildlicher: Freude erfüllt jemanden, Musik erfüllt den Raum. Lernende verwechseln die Wörter leicht, weil sie gleich aussehen und sich in manchen Sätzen überschneiden. Wenn wirklich etwas in einen Behälter kommt, nimmt man „füllen“. Bei starken Gefühlen oder einer Atmosphäre klingt „erfüllen“ oft natürlicher.

Vor der Wanderung füllt Lisa ihre Flasche mit Wasser.
Im Konzert erfüllt leise Musik den ganzen Saal.