kosten
Einen bestimmten Preis in Geld haben.
Was kostet dieses Buch?

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Einen bestimmten Preis in Geld haben.
Was kostet dieses Buch?

In den Bedeutungen „einen Preis haben“ (m01) und „Aufwand erfordern“ (m03) verlangt „kosten“ zwei Akkusativobjekte: die Person (wen?) und die Sache (was?). Zum Beispiel: Es kostet mich (Akkusativ) viel Zeit (Akkusativ).
Die Reparatur hat mich fast 100 Euro gekostet.
Die Bedeutung „probieren“ (m02) bezieht sich immer auf Essen oder Trinken. Die anderen Bedeutungen (m01, m03) beziehen sich auf Preis oder Aufwand und haben oft eine Person als zusätzliches Akkusativobjekt.
Darf ich mal von deinem Eis kosten?
Wenn man probiert, um den Geschmack zu prüfen, wird „kosten“ oft mit der Präposition „von“ und dem Dativ verwendet. Es kann aber auch direkt mit einem Akkusativobjekt stehen.
Der Koch kostete von der Soße und fügte noch etwas Salz hinzu.
„brauchen“ und „kosten“ können beide ausdrücken, dass für etwas Zeit, Geld oder Kraft notwendig ist. „brauchen“ betont eher, dass etwas benötigt wird oder dass man für eine Aufgabe eine bestimmte Zeit oder Menge aufwendet. „kosten“ passt besonders bei einem Preis in Geld oder bei Aufwand, Mühe oder Verlust. Man kann die Wörter verwechseln, weil man zum Beispiel sowohl „Das braucht Zeit“ als auch „Das kostet Zeit“ sagen kann. „brauchen“ klingt dabei neutraler, „kosten“ betont stärker, dass etwas einen Aufwand oder Preis hat.

Das neue Ticket kostet am Montag fünf Euro mehr.
Für die Reparatur brauche ich noch zwei Stunden.