
nerven
Jemanden durch wiederholtes oder andauerndes Verhalten stören, belästigen oder irritieren.
Hör bitte auf, mit dem Stift zu klicken, das nervt.
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Jemanden durch wiederholtes oder andauerndes Verhalten stören, belästigen oder irritieren.
Hör bitte auf, mit dem Stift zu klicken, das nervt.

Eine idiomatische Wendung, die bedeutet, jemanden stark zu irritieren oder zur Verzweiflung zu bringen.
Mit seiner ständigen Besserwisserei geht er mir gehörig auf die Nerven.

In der medizinischen Fachsprache bedeutet es, ein Organ oder Körperteil mit Nerven zu versorgen (innervieren).
Der Nervus ulnaris nervt unter anderem den kleinen Finger.
Das Verb „nerven“ ist direkt mit dem Nomen „der Nerv“ verbunden. Wenn etwas nervt, wirkt es sich sprichwörtlich auf die Nerven aus.
Deine laute Musik geht mir auf die Nerven.
Wenn eine Person direkt genervt wird, steht diese Person im Akkusativ. Man kann das Verb aber auch ohne Objekt verwenden, um allgemein auszudrücken, dass eine Situation störend ist.
Die ständigen Fragen deines Bruders nerven mich.
In der festen Wendung „jemandem auf die Nerven gehen“ steht die Person, die genervt ist, immer im Dativ. Die Struktur ist nicht veränderbar.
Mit seinem unhöflichen Verhalten geht er allen auf die Nerven.
Diese Bedeutung wird ausschließlich in der medizinischen oder biologischen Fachsprache verwendet. Im Alltag beschreibt „nerven“ immer das Gefühl des Gestörtseins.
Der Trigeminusnerv nervt große Teile des Gesichts.
Stören und nerven können ausdrücken, dass etwas lästig ist. Stören ist neutraler und passt auch bei einer einzelnen unpassenden Handlung. Nerven ist umgangssprachlicher und betont meist die Irritation durch ein wiederholtes oder andauerndes Verhalten.

Das ständige laute Tippen meines Kollegen nervt mich während der Besprechung.
Das einmalige laute Tippen meines Kollegen stört mich während der Besprechung.