revidieren
Eine Meinung, Aussage oder Entscheidung nach erneuter Prüfung ändern oder korrigieren.
Nachdem neue Fakten bekannt wurden, musste er seine ursprüngliche Einschätzung revidieren.

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Eine Meinung, Aussage oder Entscheidung nach erneuter Prüfung ändern oder korrigieren.
Nachdem neue Fakten bekannt wurden, musste er seine ursprüngliche Einschätzung revidieren.

Das Verb kommt vom lateinischen „revidere“, was „wieder ansehen“ bedeutet. Diese Herkunft hilft, die Kernbedeutung zu verstehen: Man schaut sich etwas noch einmal an, um es zu prüfen und eventuell zu ändern.
Der Autor musste das Manuskript mehrmals revidieren.
„Revidieren“ gehört zur formellen oder gehobenen Sprache. Man findet es häufig in offiziellen, akademischen, juristischen oder geschäftlichen Texten.
Die Geschäftsleitung sah sich gezwungen, ihre Entscheidung zu revidieren.
„Revidieren“ ist ein transitives Verb. Das, was geändert oder geprüft wird, steht immer im Akkusativ.
Ich muss meine Meinung über dieses Thema revidieren.
Das Objekt des Verbs verrät die genaue Bedeutung: „eine Meinung/Entscheidung revidieren“ (ändern), „einen Text/Konten revidieren“ (prüfen) oder „ein Urteil revidieren“ (juristisch aufheben).
Ein Lektor revidiert den Text auf Fehler.
„ändern“ und „revidieren“ können beide bedeuten, dass etwas nicht so bleibt wie vorher. „ändern“ ist das normale, allgemeine Wort und passt zu vielen Dingen: einem Termin, einem Plan, einem Text oder einer Regel. „revidieren“ ist formeller und genauer. Man benutzt es besonders, wenn eine Meinung, Aussage oder Entscheidung nach einer erneuten Prüfung korrigiert wird. Im Alltag klingt „ändern“ natürlicher. „revidieren“ passt eher zu offiziellen Entscheidungen, Berichten oder klaren Korrekturen nach neuem Nachdenken.

Nach dem neuen Bericht revidiert die Firma ihre Entscheidung.
Vor dem Wochenende ändert er den Termin für das Treffen.