die Stelle
Ein bestimmter Ort, ein Punkt oder ein Platz in einem Raum oder Gebiet.
Genau an dieser Stelle stand früher das alte Rathaus.

Stelle
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Ein bestimmter Ort, ein Punkt oder ein Platz in einem Raum oder Gebiet.
Genau an dieser Stelle stand früher das alte Rathaus.

Die häufigsten Bedeutungen sind „Ort“ und „Arbeitsplatz“. Der Kontext macht den Unterschied klar: Verben wie „suchen“, „bewerben“ oder Adjektive wie „frei“ deuten auf einen Job hin. Präpositionen wie „an dieser“ oder „an jener“ deuten auf einen Ort hin.
An dieser Stelle stand früher ein Baum.
Im Kontext eines Arbeitsplatzes wird „Stelle“ oft mit bestimmten Verben kombiniert: Man kann eine Stelle „suchen“, „finden“, „annehmen“, „antreten“ oder „kündigen“.
Er hat sich auf drei verschiedene Stellen beworben.
Wenn „Stelle“ einen Abschnitt meint, bezieht es sich immer auf eine Art von Medium. Signalwörter im Kontext sind zum Beispiel „Buch“, „Text“, „Vertrag“, „Film“ oder „Lied“.
Diese Stelle im Film habe ich nicht ganz verstanden.
In der Bedeutung „Behörde“ oder „Institution“ steht „Stelle“ selten allein. Es wird meist durch Adjektive wie „offizielle Stelle“, „zuständige Stelle“ oder „amtliche Stelle“ präzisiert.
Bitte wenden Sie sich an die dafür zuständige Stelle.
Die Wendung „an jemandes Stelle“ wird verwendet, um Ratschläge zu geben. Sie leitet einen Konjunktiv-II-Satz ein und bedeutet „Wenn ich du wäre, ...“.
An deiner Stelle würde ich das Angebot annehmen.
Diese Bedeutung ist auf den Kontext von Zahlen und Mathematik beschränkt. Man erkennt sie an Formulierungen wie „Stelle nach dem Komma“ oder in Verbindung mit Zahlwörtern.
Die Zahl hat fünf Stellen vor dem Komma.
Der Ausdruck „auf der Stelle“ ist eine feste Wendung und bedeutet „sofort“ oder „unverzüglich“. Er wird oft im Zusammenhang mit einer schnellen Reaktion oder Konsequenz verwendet.
Als sie den Fehler bemerkte, korrigierte sie ihn auf der Stelle.
„statt“ und „die Stelle“ können beide ausdrücken, dass etwas oder jemand ersetzt wird. „statt“ ist aber eine Präposition und steht direkt vor dem, was nicht genommen oder nicht gemacht wird: „statt Kaffee“. „die Stelle“ ist ein Nomen und kommt in Wendungen wie „an deiner Stelle“ oder „an seiner Stelle“ vor. Dann meint man: wenn ich du wäre oder als Ersatz für diese Person. Verwechseln kann man sie, weil beide mit „anstelle von“ zu tun haben. Praktisch ist: Für eine einfache Alternative benutzt man meistens „statt“; für die Perspektive einer Person benutzt man „an jemandes Stelle“.

An deiner Stelle würde ich vor dem Termin noch einmal anrufen.
Heute nimmt Lisa den Bus statt des Fahrrads.