anrufen
Mit jemandem über das Telefon eine Verbindung herstellen und sprechen.
Ich muss später noch meine Mutter anrufen.

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Mit jemandem über das Telefon eine Verbindung herstellen und sprechen.
Ich muss später noch meine Mutter anrufen.

„Anrufen“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „an-“ steht im Hauptsatz am Ende, im Nebensatz bleibt sie mit dem Verb verbunden und im Infinitiv steht „zu“ zwischen „an“ und „rufen“.
Ich rufe dich heute Abend an.
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung des Dativs. Richtig ist aber immer der Akkusativ: Man ruft „jemanden“ (Akkusativ) an, nicht „jemandem“ (Dativ).
Wen hast du gestern angerufen?
Wenn man nicht eine Person direkt, sondern eine Institution oder Firma anruft, wird oft die Präposition „bei“ (+ Dativ) verwendet.
Hast du schon bei der Fluggesellschaft angerufen?
Diese Bedeutung ist sehr formell und wird fast ausschließlich in der Rechtssprache verwendet. Im Alltag bedeutet „anrufen“ immer „per Telefon kontaktieren“.
Nach dem Urteil entschied sie, eine höhere Instanz anzurufen.
„erreichen“ und „anrufen“ können beide mit Telefonkontakt zu tun haben. „anrufen“ beschreibt die Handlung: Man wählt die Nummer und versucht, mit jemandem zu sprechen. „erreichen“ beschreibt das Ergebnis: Der Kontakt klappt, die Person geht also ans Telefon oder antwortet. Deshalb kann man jemanden anrufen, aber nicht erreichen. Lernende verwechseln die Wörter oft, weil beides in Telefonsituationen vorkommt. Merke: „anrufen“ ist der Versuch, „erreichen“ ist der erfolgreiche Kontakt.

Nach der Arbeit rufe ich meine Schwester an und frage nach ihrem Termin.
Im Büro erreiche ich meinen Kollegen meistens erst nach der Mittagspause.