beurteilen
Sich eine Meinung über den Wert, die Qualität oder die Eigenschaften von jemandem oder etwas bilden; eine Einschätzung oder ein Urteil abgeben.
Als Außenstehender kann ich die Situation nur schwer beurteilen.

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Sich eine Meinung über den Wert, die Qualität oder die Eigenschaften von jemandem oder etwas bilden; eine Einschätzung oder ein Urteil abgeben.
Als Außenstehender kann ich die Situation nur schwer beurteilen.

„Beurteilen“ ist ein untrennbares Verb, weil es die Vorsilbe „be-“ hat. Diese Vorsilbe macht das Verb „urteilen“ transitiv, es braucht also immer ein direktes Akkusativobjekt.
Ich kann seine Fähigkeiten nicht beurteilen.
Das Verb wird oft in der Konstruktion „etwas ist schwer/leicht/kaum zu beurteilen“ verwendet. Es beschreibt, wie einfach oder schwierig eine Einschätzung ist.
Von außen ist die Lage nur schwer zu beurteilen.
Man beurteilt oft abstrakte Dinge. Häufige Objekte sind: „die Situation beurteilen“, „die Lage beurteilen“, „die Qualität beurteilen“ oder „jemandes Charakter beurteilen“.
Ein Experte soll die Qualität des Produkts beurteilen.
„finden“ und „beurteilen“ haben beide mit einer Meinung oder Einschätzung zu tun. „finden“ benutzt man oft im Alltag, wenn man direkt sagt, wie etwas auf einen wirkt: gut, schlecht, teuer, schön oder schwierig. „beurteilen“ ist genauer und etwas sachlicher. Es bedeutet, dass man den Wert, die Qualität oder die Eigenschaften von etwas einschätzt. Das passt gut bei Tests, Leistungen, Menschen oder Situationen. „Ich finde“ klingt persönlicher; „beurteilen“ klingt eher nach einer bewussten Bewertung.

Nach der Arbeit beurteilt ihr morgen die Bewerbungen gemeinsam.
Vor dem Termin findet die Ärztin den Plan zu unklar.