ergreifen
Etwas schnell und oft fest mit der Hand nehmen; etwas packen.
Er ergriff ihren Arm, um sie zurückzuhalten.

Loading your saved state.
Etwas schnell und oft fest mit der Hand nehmen; etwas packen.
Er ergriff ihren Arm, um sie zurückzuhalten.

Die Vorsilbe „er-" ist untrennbar. Sie bleibt in allen Satzformen fest mit dem Verb „greifen" verbunden und wird nicht ans Satzende gestellt.
Sie ergriff die Chance und bewarb sich für die Stelle.
„Ergreifen" ist oft formeller, gehobener oder literarischer als das einfachere Verb „nehmen". Es wird häufig verwendet, um eine entschlossene oder bedeutungsvolle Handlung zu beschreiben.
Der König ergriff die Macht nach dem Tod seines Vaters.
Um auszudrücken, dass man emotional berührt ist, wird oft die Form „ergriffen sein" verwendet. Dabei ist die Person das Subjekt des Satzes.
Wir waren alle tief von seiner Rede ergriffen.
Die Kombination „Maßnahmen ergreifen" ist eine sehr häufige und feste Wendung in formellen Kontexten wie Politik, Wirtschaft oder Verwaltung.
Die Stadt muss schnell Maßnahmen ergreifen, um die Luftqualität zu verbessern.
Die Wendung „die Gelegenheit ergreifen" ist eine feste Kollokation und bedeutet, eine gute Chance aktiv zu nutzen. Sie wird oft mit „um zu..." erweitert.
Ich habe die Gelegenheit ergriffen, um mein Deutsch zu verbessern.
Die Wendung „einen Beruf ergreifen" ist eine formelle Art zu sagen, dass man sich für eine Karriere entscheidet und sie beginnt. Sie wird oft im Kontext von Lebensläufen oder biografischen Erzählungen verwendet.
Nach dem Abitur wusste er nicht sofort, welchen Beruf er ergreifen sollte.
In der Bedeutung „fangen" oder „festnehmen" wird „ergreifen" fast ausschließlich im Kontext von Polizei, Justiz und der Verfolgung von Verdächtigen oder Flüchtigen benutzt.
Spezialeinheiten konnten den Täter auf seiner Flucht ergreifen.
„Das Wort ergreifen" ist eine feste Redewendung in Diskussionen, Debatten oder Sitzungen. Sie bedeutet, dass man beginnt, zu der Gruppe zu sprechen.
Während der Konferenz ergriff eine junge Wissenschaftlerin das Wort.
„treffen“ und „ergreifen“ können beide beschreiben, dass etwas starke Gefühle auslöst. „treffen“ klingt oft persönlicher oder negativer: Eine Kritik, Nachricht oder Bemerkung kann jemanden treffen und verletzen. „ergreifen“ bedeutet eher, dass etwas jemanden tief bewegt, zum Beispiel eine Rede, Musik oder eine traurige Szene. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide mit inneren Reaktionen zu tun haben. Wenn etwas weh tut oder direkt betrifft, passt „treffen“ eher. Wenn etwas stark berührt oder bewegt, passt „ergreifen“ besser.

Die Geschichte der alten Frau ergreift das ganze Publikum.
Die harte Kritik trifft ihn mehr, als er zeigen möchte.