
der Ruf
Die allgemeine Meinung oder das Ansehen, das eine Person, eine Organisation oder eine Sache in der Öffentlichkeit hat; die Reputation.
Das Restaurant hat einen ausgezeichneten Ruf.
Ruf
der Ruf, die Rufe
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Die allgemeine Meinung oder das Ansehen, das eine Person, eine Organisation oder eine Sache in der Öffentlichkeit hat; die Reputation.
Das Restaurant hat einen ausgezeichneten Ruf.

Ein lauter Ausruf oder Schrei, um Aufmerksamkeit zu erregen, jemanden zu rufen oder ein Gefühl auszudrücken.
Plötzlich hörten wir einen lauten Ruf aus dem Wald.

Ein offizielles Angebot für eine Professur an einer Universität oder Hochschule.
Die Professorin hat einen Ruf an die Universität Berlin erhalten.
| Genus | maskulin der |
|---|---|
| Plural | die Rufe |
| Genitiv | des Rufes |
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Ruf | die Rufe |
| Akkusativ | den Ruf | die Rufe |
| Dativ | dem Ruf | den Rufen |
| Genitiv | des Rufes des Rufs | der Rufe |
Der Artikel ändert sich mit dem Fall; er ist farbig markiert.
„Der Ruf“ leitet sich direkt vom Verb „rufen“ ab. Alle Bedeutungen haben mit dieser Idee zu tun: die Reputation ist, was die Leute über einen „rufen“ (sagen), der Schrei ist ein lauter Ruf und der Ruf an eine Uni ist eine formelle „Berufung“.
Sie rief um Hilfe, aber niemand hörte ihren Ruf.
Die Bedeutung erkennen Sie am Kontext. Adjektive wie „gut“ oder „schlecht“ deuten auf die Reputation hin. Verben wie „hören“ und Adjektive wie „laut“ weisen auf den Schrei hin. Der Kontext „Universität“ oder „Professur“ signalisiert das Jobangebot.
Die Firma genießt einen exzellenten Ruf.
Ich hörte einen lauten Ruf von der anderen Straßenseite.
Er hat einen Ruf an die Universität Hamburg bekommen.
Für die Reputation sind Verben wie „haben“, „genießen“, „verlieren“ oder „verteidigen“ typisch. Man kann auch „einen Ruf zu verlieren haben“, was bedeutet, dass man eine gute Reputation hat und vorsichtig sein muss.
Durch den Skandal hat der Politiker seinen guten Ruf verloren.
Als seriöses Unternehmen haben wir einen Ruf zu verlieren.
In der Bedeutung „Schrei“ wird „Ruf“ oft in zusammengesetzten Wörtern verwendet, um die Art des Rufs zu spezifizieren. Häufige Beispiele sind „der Hilferuf“, „der Warnruf“ oder „der Weckruf“.
Die Bergsteiger sendeten einen Hilferuf aus.
Der Schuss war ein Warnruf für alle Anwesenden.
Diese Bedeutung ist Fachsprache aus dem Hochschulbereich. Typische Verben sind „einen Ruf erhalten“, „einen Ruf annehmen“ oder „einen Ruf ablehnen“. Es geht immer um das Angebot einer Professur.
Die Wissenschaftlerin hat den Ruf an die renommierte Universität angenommen.
Es ist eine große Ehre, einen Ruf an eine ausländische Hochschule zu erhalten.
Name und Ruf können beide die öffentliche Reputation bezeichnen. Ein guter Name meint meist ein etabliertes positives Ansehen. Der Ruf ist neutraler und kann ausdrücklich gut oder schlecht sein; für eine negative öffentliche Meinung passt deshalb Ruf besser.

Die Firma hat wegen unzuverlässiger Arbeit einen schlechten Ruf.
Die Firma hat sich durch zuverlässige Arbeit einen guten Namen gemacht.