täuschen
Jemanden absichtlich in die Irre führen oder ihm etwas Falsches als wahr darstellen.
Der Verkäufer hat mich über den wahren Zustand des Autos getäuscht.

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Jemanden absichtlich in die Irre führen oder ihm etwas Falsches als wahr darstellen.
Der Verkäufer hat mich über den wahren Zustand des Autos getäuscht.

Der Unterschied zwischen „jemanden täuschen“ und „sich täuschen“ ist wichtig. Die aktive Form bedeutet, eine andere Person absichtlich zu belügen. Die reflexive Form bedeutet, dass man selbst falschliegt oder sich irrt.
Er hat seine Kunden bewusst getäuscht.
Zur Wortfamilie gehören das Nomen „die Täuschung“ (die Handlung des Täuschens) und das Adjektiv „täuschend“. Eine häufige Wendung ist „täuschend echt“, was bedeutet, dass etwas wie ein Original aussieht.
Die Fälschung des Gemäldes war täuschend echt.
Wenn man sich irrt, verwendet man oft die reflexive Form mit der Präposition „in“ gefolgt vom Dativ. Man kann sich „in einer Person“ oder „in einer Sache“ täuschen.
Ich habe mich in seinem Charakter getäuscht.
Wenn etwas einen falschen Eindruck erweckt, wird „täuschen“ oft mit einem unpersönlichen Subjekt wie „der Schein“ oder „der Eindruck“ verwendet. Eine typische Warnung ist „Lass dich nicht täuschen!“.
Der erste Eindruck täuscht oft.
„scheinen“ und „täuschen“ können beide mit einem Eindruck zu tun haben, der nicht sicher wahr ist. „scheinen“ beschreibt neutral, welchen Eindruck etwas macht: Es sieht so aus oder wirkt so. „täuschen“ bedeutet hier stärker, dass dieser Eindruck falsch oder irreführend ist. Lernende können die Wörter verwechseln, weil beide über äußere Eindrücke sprechen. Praktisch gilt: Mit „scheinen“ sagt man vorsichtig, wie etwas wirkt; mit „täuschen“ sagt man, dass der Eindruck nicht stimmt oder wahrscheinlich nicht stimmt.

Der erste Eindruck täuscht manchmal, wenn man jemanden noch nicht gut kennt.
Yusuf scheint heute in der Pause sehr müde zu sein.