zuziehen
Etwas durch Ziehen schließen, zum Beispiel Vorhänge, eine Schlinge oder einen Reißverschluss.
Zieh bitte die Vorhänge zu, die Sonne blendet.

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Etwas durch Ziehen schließen, zum Beispiel Vorhänge, eine Schlinge oder einen Reißverschluss.
Zieh bitte die Vorhänge zu, die Sonne blendet.

„Zuziehen“ ist ein trennbares Verb. Im Hauptsatz steht die Vorsilbe „zu“ am Ende. In Nebensätzen und im Infinitiv mit „zu“ bleibt das Verb zusammen.
Es wird kalt, zieh bitte die Jacke zu!
In der Bedeutung „sich eine Krankheit/Verletzung holen“ wird das Verb reflexiv mit Dativ verwendet: „sich (Dativ) etwas (Akkusativ) zuziehen“. Das Dativpronomen zeigt, wer die Konsequenz erfährt.
Ich habe mir beim Wandern eine Erkältung zugezogen.
Wenn das Verb reflexiv ist und das Subjekt „der Himmel“ ist, bedeutet „sich zuziehen“, dass Wolken aufkommen und das Wetter schlechter wird.
Der Himmel hat sich plötzlich zugezogen und es begann zu regnen.
In der Bedeutung „schliessen“ sind die Objekte typischerweise Dinge, die man durch Ziehen schliessen kann, zum Beispiel „die Vorhänge“, „den Reissverschluss“ oder „eine Schlinge“.
Kannst du bitte den Reissverschluss an meinem Kleid zuziehen?
Wenn eine Person als Objekt verwendet wird, bedeutet „zuziehen“, dass man diese Person um Rat oder Hilfe bittet. Meistens handelt es sich um Experten wie „einen Arzt“, „einen Anwalt“ oder „einen Spezialisten“.
Bei rechtlichen Fragen sollten Sie immer einen Anwalt zuziehen.
„bekommen“ und „sich zuziehen“ können beide bei Krankheiten oder Verletzungen benutzt werden. „bekommen“ ist das einfachere und allgemeinere Wort: Man bekommt Fieber, Kopfschmerzen oder eine Erkältung. „sich etwas zuziehen“ klingt etwas formeller und wird besonders bei Verletzungen oder Krankheiten verwendet, die durch eine Situation entstehen, zum Beispiel bei einem Unfall, beim Sport oder durch Kälte. Die Wörter können verwechselt werden, weil beide das Entstehen eines schlechten körperlichen Zustands beschreiben. Im Alltag ist „bekommen“ oft natürlicher; „sich etwas zuziehen“ passt genauer, wenn man die Verletzung oder Krankheit als Folge eines Ereignisses sieht.

Beim Training hat sich Max eine Verletzung am Knie zugezogen.
Zu Hause hat sie am Abend plötzlich starke Kopfschmerzen bekommen.