
Sport treiben
Sich sportlich betätigen; regelmäßig eine Sportart ausüben.
Ich versuche, dreimal pro Woche Sport zu treiben.
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Sich sportlich betätigen; regelmäßig eine Sportart ausüben.
Ich versuche, dreimal pro Woche Sport zu treiben.

Sich passiv von der Strömung des Wassers oder vom Wind bewegen lassen.
Wir ließen uns mit dem Schlauchboot auf dem Fluss treiben.

Tiere in eine bestimmte Richtung bewegen oder jagen.
Der Hirte treibt seine Herde auf eine neue Weide.

Jemanden durch Druck oder innere Not zu einer bestimmten Handlung bringen.
Der Hunger trieb ihn dazu, Essen zu stehlen.

Von Pflanzen: neue Blätter, Triebe oder Blüten wachsen lassen.
Die Knospen an den Bäumen fangen an zu treiben.

Geschäfte machen; mit Waren oder Dienstleistungen handeln.
Schon im Mittelalter trieben die Städte regen Handel miteinander.

Eine Grenze des Akzeptablen oder Vernünftigen überschreiten.
Mit seinen ständigen Witzen hat er es diesmal zu weit getrieben.

Unsinn machen; dumme oder freche Streiche spielen.
Die Nachbarskinder haben schon wieder irgendeinen Unfug getrieben.
Die Grundidee von „treiben“ ist, etwas oder jemanden in Bewegung zu versetzen oder sich selbst passiv zu bewegen. Diese Idee findet sich in vielen Bedeutungen wieder, vom Treiben der Tiere bis zum Treiben auf dem Wasser.
Der Wind treibt die Wolken vor sich her.
Das Perfekt von „treiben“ wird meist mit „haben“ gebildet. Findet jedoch eine gerichtete Bewegung zu einem Ziel statt, wird „sein“ verwendet.
Der Bauer hat seine Kühe auf die Weide getrieben.
„Sport treiben“ ist eine feste Verbindung und bedeutet, sich sportlich zu betätigen. Das Nomen „Sport“ ist hier das direkte Objekt.
Um fit zu bleiben, sollte man regelmäßig Sport treiben.
In der Bedeutung „sich passiv bewegen“ wird oft die reflexive Form „sich treiben lassen“ verwendet. Dies betont, dass man die Kontrolle abgibt und sich von Wasser oder einer Stimmung bewegen lässt.
Im Urlaub möchte ich mich einfach nur am Strand treiben lassen.
Wenn „treiben“ im Sinne von „vor sich her bewegen“ verwendet wird, sind die Objekte meist Tiergruppen. Typische Kombinationen sind „eine Herde treiben“ oder „Vieh treiben“.
Der Cowboy treibt die Rinderherde durch die Prärie.
Diese Bedeutung folgt oft dem Muster „jemanden zu etwas treiben“. Die Präposition „zu“ mit Dativ leitet die Handlung oder den Zustand ein, zu dem die Person gedrängt wird.
Die Neugier trieb sie dazu, das alte Buch zu öffnen.
In diesem Kontext sind die Subjekte immer Pflanzen oder Teile von Pflanzen. Das Verb kann auch mit einem Akkusativobjekt verwendet werden, um zu sagen, was wächst, z.B. „Blüten treiben“.
Im Frühling treiben die Bäume neue Blätter.
Die Verbindung „Handel treiben“ ist eine feste Wendung für „Geschäfte machen“. Oft wird sie mit einer Beschreibung des Handels kombiniert, z.B. „regen Handel treiben“.
Die Hafenstadt treibt Handel mit der ganzen Welt.
Die Redewendung „es zu weit treiben“ ist eine feste Einheit. Das Pronomen „es“ ist hier ein fester Bestandteil und kann nicht ersetzt werden.
Mit dieser unfairen Bemerkung hast du es wirklich zu weit getrieben.
„Unfug treiben“ ist eine feste Kollokation und bedeutet, Unsinn oder Streiche zu machen. Sie wird oft für das Verhalten von Kindern verwendet.
Pass auf, dass die Kinder im Garten keinen Unfug treiben.
Beide Verbindungen bedeuten, dass jemand Sport ausübt. „Sport machen“ wirkt im Gespräch lockerer und umgangssprachlicher, während „Sport treiben“ die feste, etwas sachlichere Verbindung ist. In einem privaten Gespräch passt „machen“ gut; in einer allgemeinen Empfehlung oder einem sachlichen Text ist „treiben“ ebenfalls passend.

Der Arzt empfiehlt Lisa, regelmäßig Sport zu treiben.
Nach der Arbeit macht Lisa gern Sport.