Jemandem oder etwas als Ursache, Urheber oder Eigenschaft zuordnen. Man glaubt, dass eine bestimmte Person oder Sache für etwas verantwortlich ist oder eine bestimmte Eigenschaft hat.
beispiel
Man schreibt diesem Künstler einen großen Einfluss auf die moderne Malerei zu.
Tipps
Trennbares Verb
„Zuschreiben“ ist ein trennbares Verb. Die Vorsilbe „zu“ steht im Hauptsatz am Ende, während sie im Nebensatz mit dem Verb verbunden bleibt.
BEISPIEL
Der Experte schreibt das Bild einem unbekannten Maler zu.
Dativ-Konstruktion
Dieses Verb erfordert fast immer eine Person oder Sache im Dativ, der etwas zugeordnet wird. Die typische Struktur ist: Subjekt + zuschreiben + Dativobjekt + Akkusativobjekt.
BEISPIEL
Man schreibt ihm die Fähigkeit zu, Menschen zu motivieren.
Kontexthinweis
Die Bedeutung erkennen Sie am Objekt: Geht es um abstrakte Dinge wie Einfluss, Eigenschaften oder Verantwortung, ist die erste Bedeutung gemeint. Geht es um Geld, Zinsen oder Guthaben, ist die finanzielle Bedeutung gemeint.
BEISPIEL
Diesem Kraut schreibt man eine heilende Wirkung zu.
Vergleichen mit
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zuschreiben vs danken
„danken“ und „zuschreiben“ können beide ausdrücken, dass jemand oder etwas für ein Ergebnis wichtig ist. Das passt besonders in der Form „etwas jemandem zu danken haben“. „Danken“ bleibt dabei näher an Dankbarkeit: Man hat etwas Positives einer Person oder Sache zu verdanken. „Zuschreiben“ ist neutraler und allgemeiner. Man ordnet eine Ursache, einen Urheber oder eine Eigenschaft zu, ohne unbedingt dankbar zu sein. Natürlicher ist „zu danken haben“, wenn ein gutes Ergebnis betont wird. „Zuschreiben“ passt eher, wenn man sachlich erklärt, warum etwas passiert ist oder wem man etwas zuordnet.
zuschreiben
Die Ärztin schreibt die Kopfschmerzen dem Stress bei der Arbeit zu.
danken
Den schnellen Erfolg hat das Team seiner guten Vorbereitung zu danken.